Le Braque du Bourbonnais
Der Braque du Bourbonnais ist ein kontinentaler Vorstehhund klassifiziert im FCI Standard N. 179.
Aus dem Jahr 1598 ist ein Holzschnitt von Ulisse Aldrovandi überliefert. Ulisse Aldrovandi nennt ihn: "Hund von Bourbonnais auf der Wachtel-Jagd". Der Name „Bourbonnais“ stammt aus der gleichnamigen Provinz Bourbonnais in Mittelfrankreich, dem heutigen Departement Allier. Man kann den Braque du Bourbonnais als historische französische Vorstehhunderasse mit hervorragenden Eigenschaften bezeichnen. Allerdings war die Rasse nach dem Zweiten Weltkrieg aufgrund der einseitigen Selektion auf eine kurze Rute/Stummelrute in Frankreich bereits fast ausgestorben.
Die Jagdhunderasse "Braque du Bourbonnais" gehört damit zu den ältesten französischen Vorstehhunderassen. Bis heute zeigen sich Braque du Bourbonnais athletisch, kompakt, pflegeleicht und mittelgroß und haben sich vom Standard der Rasse kaum verändert. Die Rasse vermittelt den Eindruck von Schnelligkeit, Robustheit, Stärke und Eleganz. Unsere Braque du Bourbonnais zeigen leistungsorientierte Vorsteheigenschaften in Feld und Wald mit grosser
Freude an der Suche und dem Apport. Braque du Bourbonnais sind, mit einer Körpergröße bis zu 57 cm (laut Rassestandard Rüden), insgesamt kleine Vertreter der kontinentalen Vorstehhunde (der kleinste ist der Epagneul Breton). Das ist meiner Meinung nach, neben der hohen Intelligenz ein sehr großer Vorteil der Rasse, die wendig und relativ leicht ist und überall mit hin kann.
Unsere Braque du Bourbonnais können sehr schnell unterwegs sein, bei sehr guter Nasenleistung und hervorragenden Vorstehqualitäten. Trotz aller Passion haben unsere Braque du Bourbonnais den sanften Ausruck eines Vorstehhundes beibehalten, was sich auch in einem sehr sanften Wesen gegenüber den Besitzern widerspiegelt. Ganz anders in der Natur, da zeigt sich der aktive, unerschrockene Charakter:
siehe Video Vorstehen und Begegnung mit der Wildkatze,
die Jagdpassion hier, und im Video unten, weitere Videos bei YouTube zeigen die Vielseitigkeit unserer Braques du Bourbonnais Felicia & Emy..
AUGEN AUF BEIM WELPENKAUF:Wichtige Informationen zur Stummelrute/Brachyurie/Anurie
bei der Rasse Braque du Bourbonnais und Inzucht:
Der Fokus in der Hundezucht sollte immer auf der Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Jagdhunden liegen. Im Internet und auf den Ausstellungen sind Braques du Bourbonnais mit Stummelrute bzw. ohne Rute (Anurie) zu sehen. Diese Hunde können auf den Ausstellungen eigentlich nicht bewertet werden, da Rutenbewegungen/Rutenansatz und Tragen der Rute in Verlängerung der Rückenlinie nicht beurteilt werden können. Bedeckt die Rute bei der Hündin das Geschlechtsteil nicht, darf sie sowieso nicht ausgestellt werden (Gerichtsurteil). Sind die Braque du Bourbonnais kupiert, oder haben sie eine natürliche Stummelrute (ohne gezielte Verpaarung) ist ein Nachweis zu erbringen. Dann kann der Braque du Bourbonnais ausgestellt werden.
Die Rasse Braque du Bourbonnais war aufgrund der
einseitigen Selektion der Züchter auf eine Stummelrute nach den Zweiten Weltkrieg bereits fast ausgestorben. Trotzdem halten Züchter in Europa (mit Ausnahme von Deutschland, Dänemark, Finnland, Norwegen...) heutzutage (im Jahr 2026) an dieser einseitigen Selektion auf die Stummelrute fest, die die genetische Vielfalt der Rasse einschränkt (Inzuchtproblematik). Eine natürliche Stummelrute ohne verbotene Stummelrutenverpaarung § 11 b TierSchG ist ist jedoch selten. Das ergibt sich aus dem Erbgang.
Der Erbgang ist autosomal-dominant
d.h. Hunde mit einer oder zwei Kopien des Gens (B/b, B/B) zeigen den Phänotyp Stummelrute, Anurie, Bobtail). Homozygote Hunde (B/B) sterben schon vor der Geburt, bei einer Verpaarung stummelschwänziger Elterntiere.! Dies Verpaarungen sind in einigen Ländern der EU verboten. weil das Gen in doppelter Ausführung letal wirkt. Hunde mit keiner Kopie des Gens haben eine „normal“ lange Rute wie Emy und Felicia. (Genotyp b/b zwei Kopien "normale Rute") d.h.
keine
Anlage für eine Stummelrute/Bobtail usw
"Züchter" der Rasse Braque du Bourbonnais, die den autosomal-dominanten Erbgang nicht verstehen und weiterhin Stummelruten-Verpaarungen ohne Rücksicht auf das Tierwohl und die Gesundheit der Rasse Braque du Bourbonnais durchführen, sollten aufhören zu züchten!
Welpenkäufer müssen die Konsequenzen selbst tragen, wenn sie sich einen Welpen aus einer Stummelruten-Verpaarung oder einer Verpaarung mit extrem hohen Inzuchtkoeffizienten kaufen.
AUSFÜHRLICHE INFORMATION ZUM VERBOT EINER VERPAARUNG BRAQUE DU BOURBONNAIS MIT KURZER RUTE BZW SCHWANZLOS: in
§ 11 b Tierschutzgesetz (Qualzucht):
Aufgrund der oben genannten Kriterien zur Zucht gesunder Jagdhunde ist eine Verpaarung von Elterntieren, die beide Brachyurie/Bobtail/Stummelrute, Anurie bzw. Schwanzlosigkeit aufweisen in Deutschland und anderen Ländern aus gutem Grund verboten § 11 b Tierschutzgesetz (Qualzucht). Dh. ein stummelschwänziger Braque du Bourbonnais muß zwingend mit einem langrutigen Braque du Bourbonnais verpaart werden. Der Zuchtverein VBBFL e.V. weist in der Zuchtordnung darauf hin "Braque du Bourbonnais ohne Rute ist kein Zuchtziel des VBBFL".
Warum sind die Verpaarungen von Elterntieren, die beide Anurie/Brachyurie/Bobtail aufweisen, verboten?
Eine gezielte Verpaarung von stummelschwänzigen Hunden ist von Züchtern ganz bewusst geplant und deshalb verboten. Gesetzlich untersagt sind solche Verpaarungen bislang in Deutschland, Dänemark und Finnland etc. aus folgenden Gründen:
Tödliches Risiko:
Erben die Welpen das Stummelruten-Gen von beiden Elternteilen (reinerbig), sterben die Föten ab und werden resorbiert.
Dies führt zu einer deutlich reduzierten Wurfgröße. Missbildungen: Bei heterozygoten Welpen (die das Gen nur von einem Elternteil erhalten und mit Stummelrute geboren werden) besteht ein erhöhtes Risiko für schwere Skelett- und Wirbelsäulen-Defekte, wie z.B. Spina Bifida usw. Deshalb müsste für die Zucht zusätzlich ÜGW geröntgt werden, um auszuschließen, dass Defekte vorliegen.
Zur gesetzlichen Lage:
In Ländern wie Finnland, Deutschland, Dänemark ist die Verpaarung zweier stummelschwänziger Hunde aus Tierschutzgründen generell streng verboten (Qualzucht). Wer den Braque du Bourbonnais ausschließlich für den Jagdgebrauch verwendet, und eine kurze Rute möchte, kann die Rute vom Tierarzt kupieren lassen. Im Jagdeinsatz bei unseren Braque du Bourbonnais zeigen sich allerdings überhaupt keine Rutenverletzungen,
Siehe Videos.
Nicht nur die Verpaarung von stummelschwänzigen Braques du Bourbonnais z. B. in Frankreich und der Schweiz (z. Z ein Züchter) bergen ein hohes Risiko für gesundheitliche Defekte - sondern leider auch Verpaarungen mit sehr hohem IK. in Frankreich gibt es in 2026 ua eine Verpaarung mit 16,2 % Inzucht berechnet von der Centrale Canine Taux de consanguinité 16,2 %. Ein Inzuchtkoeffizient von 16,02 % birgt ein hohes Risiko für Erbkrankheiten und liegt deutlich über dem emfohlenen Wert von 5-10%.